Die US-Notenbank greift der angeschlagenen Wirtschaft weiter unter die Arme und will schlimmsten Falls auch die Notenpresse wieder anwerfen.
Die Federal Reserve beschloss am Mittwoch ihre in diesem Monat auslaufende „Operation Twist“ bis Ende diesen Jahres zu verlängern und dafür ca. 267 Mrd. Dollar in die Hand zu nehmen. Allerdings schichtet sie hierfür nur ihre Wertpapierbestände so um, dass sich die Kredite verbilligen und die Zinsen sinken. Der Notenbankchef Ben Bernanke sprach trotz alle dem von einem substanziellen Schritt zur Erholung der Wirtschaft, dem weit größere folgen könnten.
Den niedrigen Leitzins beließen die Notenbanker unverändert in einer Spanne von 0 – 0,25 Prozent. Die Fed erneuerte zugleich ihr Bekenntnis, den Zins bis Ende 2014 auf sehr niedrigem Niveau zu belassen.
Sie blickt nun weitaus skeptischer sowohl auf den Arbeitsmarkt als auch auf die Konjunktur. Die Fed senkte ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr und rechnet zugleich mit einem langsamen Abbau der Arbeitslosigkeit.
Geldpolitische Konjunkturimpulse sind in Aussicht
Angesichts der globalen Konjunkturabkühlung reiht sich die Fed mit ihrem Beschluss in den Kreis der Notenbanken ein und sind bereit weitere geldpolitische Impulse zu setzen.
Zuletzt senkte die chinesische Zentralbank den Leitzins und die Bank von England könnte ebenfalls Anfang Juli weitere Milliarden in die angeschlagene britische Wirtschaft investieren.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich ebenfalls für eine Senkung des Leitzinses bereit erklärt.
Die Fed stellt sich schon seit Dezember 2008 mit ihrer Nullzinspolitik gegen die Wirtschaftskrise, auch wenn die Erholung bisweilen nur sehr nüchtern verläuft.
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